Bandscheibenvorfall
 
mit:
Annette Schmidt, Stephan Wurfbaum,
Jochen Deuticke, Mona Creutzer, Martin Päthel
  Ein Abend
für Leute mit
Haltungsschäden

Bandscheibenvorfall

Eine satirische Kömodie
von Ingrid Lausund

Inszenierung: Thomas Sauerteig

Premiere: Sa. 10. November 2007
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 14€ (ermäßigt: 10€)



"Ja, aber so geht's doch nicht. So geht's gar nicht!"

Fünf Kollegen warten vor der TÜRZUMCHEF:
 
Kretzky, der Siegertyp (immer lustig und gut drauf), Hufschmidt, das Alphatier (trägt nachts eine Knirscherschiene), Schmitt, die perfekt gestylte Karrierefrau (nimmt sich nur frei, wenn sie zu einem Erfolgs-Coaching-Seminar fährt), Kristensen, die immer noch glaubt, daß Teamgeist sich auszahlt, und der Kruse, der so ist, wie er heißt.
 
Alle sind sie geschult in Strategien zur Konfliktbewältigung und Selbstbehauptung - aber der Kampf um die nächste Sprosse auf der Karriereleiter wird mit harten Bandagen gekämpft: die Gedanken, die heimlich hinter höflichen Gesprächen lauern, werden hörbar, immer unverblümter kommen Neurosen und Agressionen zum Vorschein, es setzt Ohrfeigen und Dolche im Rücken. Der ganz normale Büroalltag eben.
 
Mit viel Ironie, clownesker Komik, aber auch einer Prise Ernst und Momenten zarter Annäherung zeigt "Bandscheibenvorfall" die Anstrengungen um einen aufrechten Gang - trotz aller Haltungsschäden.
…Wiedererkennungswert garantiert!
 
 
Aufführungen im November: Fr.16./Sa.17./Fr.23./Sa.24/Mi.28./Fr.30.
 
Aufführungen im Dezember: Sa.01/ Fr.07./Sa.08./Do.13./Sa.15./Fr.21./Sa.22./Fr.28./Sa.29.
 
Mo.31.12.2007 - Silvester-Special!
 
 
LAUSUND ÜBER LAUSUND
 
Es gibt sechs Schauspieler. Es gibt einen Raum. Es gibt einen Premierentermin. Es gibt noch kein Stück. Ich werde gefragt, ob das nicht eine seltsame Situation ist. Warum ich mich nicht vorher hinsetze, ein Stück schreibe, mit Anfang und Ende, dann eine Besetzung mache und dann inszeniere. So eins nach dem andern. Ich habe das probiert, aber es kommt nicht viel rum dabei. Ich brauche Schauspieler, die meine Texte auf der Bühne überprüfen, damit spielen, sie hinterfragen. Manche Texte in meinen Stücken sind zu Probenbeginn fertig. Da weiss ich, sitzt, passt, genauso stimmt’s. Andere Texte entstehen zufällig. Nicht der Text an sich, aber der Anlass. Auf der Probe passiert etwas, das vielleicht so berührend ist, oder so komisch, dass ich fi nde, das muss rein. Dann schreibe ich noch eine Szene, die ich mir allein nicht hätte ausdenken können. Manche Texte entstehen theaterpraktisch. Weil der Umzug eines Schauspielers zu lang dauert, und auf der Bühne sonst ein Loch ist. Damit stellt sich die Frage der Beliebigkeit. Denn wenn man ja eins um Gottes willen nicht sein will, ist es beliebig. Das ist ein Schimpfwort. Mit recht. Das ist ja auch der Unterschied zum Leben, das sich immer wieder herausnimmt, beliebig zu sein. Kunst darf das natürlich nicht. Wie zwingend kann ein Stück sein, das einen gewissen Zufallsgenerator von Anfang an beinhaltet? Andererseits – warum soll etwas zwingender werden, nur weil ich mir das alleine am Schreibtisch ausgedacht habe. Ich habe den Verdacht, dass auch heute noch in unseren Köpfen die romantische Idee des Meisterwerkes rumgeistert. Mehr als man zugeben mag. Ensemble-Arbeit und der Meisterwerks-Gedanke widersprechen sich natürlicherweise. Denn der autokratische, geniale geschlossene Meisterwerks-Impuls wird demokratisiert. Trifft auf eine Gruppe, löst sich auf, trifft auf andere Impulse, verpufft zum Teil, entzündet sich unberechenbar und vervielfältigt sich. Das ist das, was mich interessiert. Prozesse, Zusammenarbeit und echte Konfrontation. Wenn eine Ensemble-Arbeit gelingt, wenigstens teilweise, entsteht für den Abend etwas, was ich wirklich gross fi nde: die Vermittlung einer gemeinsamen Vision. So zu arbeiten, das muss man schon mögen. Ich mags.




Produktionsdaten

Bandscheibenvorfall

Ein Abend für Leute mit Haltungs-Schäden

von Ingrid Lausund
 
Kretzky: Päthel
 
Hufschmidt: Deuticke
 
Schmitt: Schmidt
 
Kristensen: Creutzer
 
Kruse: Wurfbaum
 
Inszenierung: Thomas Sauerteig
 
Regieassistenz: Rebecca Jacob
 
Bühnenbild: Ana Balzer, Thomas Sauerteig
 
Licht: Jochen Deuticke
 
Kostüme, Ausstattung: Ana Balzer
 
Trick: Carl Thomas
 
Ton: Horst Schippers
 
Gesangscoach, Arrangements: Ulla Marks
 
Bauten: Andreas Piwek, Oliver Stephan,
Günther Altenbernd, Guido Goetzenich
 
Technik: Andreas Piwek, Guido Goetzenich, Kevin Armenat
 
Plakat/Programm:
 
Ludwig Moll
Öffentlichkeitsarbeit: Rolf Blume
 
Praktikantin: Vanessa Schürmann
 
Dank an: Vera Ring, Pete Bereza (webmaster), Dieter Bartel - Prospekt TV, MU'FAB, Fa. ARTEC, Fa. DEUBNER, Jürgen Lauer, Astrid Hohner, Manfred Leuchter, die Axt, Barbara Balzer, Pico Bella, Prof. Hans Kahlen
 
Künstlerische Leitung
vom Theater K
Mona Creutzer
Jochen Deuticke
Annette Schmidt
 



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